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Eskalation an Münchner Hackerbrücke: Polizei im Einsatz

US-Amerikaner flüchtet nach Beleidigung, zwei Tschechen greifen Beamte an – alle Beteiligten wurden nach Ermittlungen unverletzt entlassen

Von Blaulichtreport

Am Freitagabend kam es an der Hackerbrücke in München zu einem Vorfall mit internationalen Beteiligten: Ein 26-jähriger US-Amerikaner beleidigte zunächst Polizeikräfte und sorgte anschließend bei einem begleiteten Geldabhebevorgang für eine weitere Eskalation, an der auch zwei tschechische Staatsbürger beteiligt waren.

Hergang des Vorfalls an der Hackerbrücke

Gegen 22 Uhr zeigte der US-Amerikaner den Einsatzkräften den Mittelfinger und beleidigte sie. Die Beamten stellten eine Atemalkoholkonzentration von 2,08 Promille bei dem Mann fest. Zur weiteren Sachbearbeitung wurde er auf die Dienststelle gebracht. Dort wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.500 Euro festgelegt, welche der Mann begleichen musste, um seine Entlassung zu bewirken.

Begleitet von Zivilpolizisten begab sich der Mann gegen Mitternacht zu einem nahegelegenen Geldautomaten. Dort trafen die Beteiligten auf zwei tschechische Staatsangehörige im Alter von 29 und 41 Jahren. Diese störten den Geldabhebevorgang erheblich. Als sich die Polizisten als Beamte zu erkennen gaben, griffen die beiden Tschechen einen der Polizisten an. In dem entstandenen Durcheinander nutzte der US-Amerikaner die Gelegenheit zur Flucht.

Die Polizeikräfte konnten beide Angreifer überwältigen und festnehmen. Im Rahmen der umgehend eingeleiteten Fahndung wurde auch der geflohene US-Amerikaner im Stadtgebiet München gestellt.

Weiteres Vorgehen und aktuelle Situation

Verletzt wurde bei dem gesamten Geschehen niemand. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden alle drei Männer wieder auf freien Fuß gesetzt.

Zuständigkeit und Aufgaben der Bundespolizeiinspektion München

Die Bundespolizeiinspektion München ist für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Bahnanlagen des S-Bahnnetzes zuständig. Dazu gehören rund 210 Bahnhöfe und Haltepunkte auf einer Gesamtstrecke von 440 Kilometern. Zum Aufgabenbereich zählen neben der Landeshauptstadt München auch die umliegenden Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.

Die Hauptdienststelle der Bundespolizeiinspektion München hat ihren Sitz in der Denisstraße 1, etwa 500 Meter vom Ostbahnhof entfernt. Zusätzliche Räumlichkeiten befinden sich am Hauptbahnhof, in Pasing und in Freising.

Kontakt zur Bundespolizeiinspektion München

Der Fall verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen Polizeikräfte im öffentlichen Raum und insbesondere an neuralgischen Verkehrsknotenpunkten konfrontiert sind. Die Bundespolizei bleibt weiterhin wachsam und sorgt für die Sicherheit an Münchens Bahnhöfen.

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