Schwerer Lkw-Unfall blockiert A99 bei München
Umfangreiche Bergung nach Auffahrunfall mit Verletzten und Vollsperrung Richtung Salzburg

Am frühen Donnerstagmorgen ereignete sich auf der A99 bei München ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem zwei Lastkraftwagen zwischen den Anschlussstellen Ludwigsfeld und Feldmoching kollidierten. Der Unfall führte nicht nur zu erheblichen Schäden an Fahrzeugen und Infrastruktur, sondern forderte auch Verletzte und einen stundenlangen Großeinsatz der Rettungsdienste.
Unfallhergang und Verletzte
Nach ersten Erkenntnissen fuhr ein Sattelauflieger auf einen verkehrsbedingt bremsenden Lkw auf, wodurch der vordere Lkw umkippte und sich quer über die Fahrspuren sowie den Standstreifen legte. Der Unfall verursachte erhebliche Beschädigungen an der Mittelleitplanke und am Bankett.
Der 59-jährige Fahrer des umgekippten Granulat-Tankwagens wurde schwer verletzt und in eine Münchner Klinik gebracht. Der Fahrer des zweiten Lkw erlitt mittelschwere Verletzungen und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus transportiert.
Großeinsatz der Rettungskräfte
Wegen des Verdachts auf eingeklemmte Personen rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften zur Unfallstelle aus. Ersthelfer – darunter auch Notfallsanitäter-Auszubildende, die zufällig vor Ort waren – unterstützten die Rettungsmaßnahmen und halfen dem Einsatzleiter bei der Einweisung und Betreuung der Verletzten.
Für die Bergung und Sicherung der Unfallstelle wurden schwere technische Geräte, zwei Kranwagen sowie akkubetriebene Werkzeuge eingesetzt. Besonders herausfordernd gestaltete sich die Demontage tonnenschwerer Betonteile einer Lärmschutzwand, die aufgrund der Beschädigungen absturzgefährdet waren.
Sicherungsmaßnahmen und Gefahrgut
Während der Bergungsarbeiten trat an einem der Lkw ein Dieselleck auf, weshalb die Feuerwehr für Gefahrgut alarmiert wurde. Der Kraftstoff wurde abgepumpt und durch eine Fachfirma entsorgt. Die Aufräumarbeiten schlossen zudem das Aufrichten eines querliegenden Kranaufbaus und die Umladung von Kunststoffteilen ein.
Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte im Einsatz, die über sechs Stunden die Unfallstelle sicherten, die Bergung durchführten und den Brandschutz gewährleisteten.
Verkehrslage und Folgen
Während der stundenlangen Bergungsarbeiten war die A99 in Fahrtrichtung Salzburg vollständig gesperrt. Dies führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und zeitweisen Staus auch auf der Gegenfahrbahn. Die Schadenshöhe ist derzeit unbekannt; die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Feuerwehr München betonte in ihrer Mitteilung die professionelle Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte und hob die besonderen Herausforderungen bei der technischen Rettung und Sicherung hervor.
Weitere Informationen werden bekannt gegeben, sobald die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind.
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