Unerlaubte Einreise mit 25.000 Euro Bargeld gestoppt
Serbe schläft im falschen Zug ein und wird bei Grenzkontrolle mit Duldung und mutmaßlichem Schwarzarbeitsgeld aufgegriffen

Ein ungewöhnlicher Fall sorgte am Donnerstagmorgen in Freilassing für Aufsehen: Ein serbischer Staatsangehöriger versuchte, nach eigenen Angaben versehentlich, unerlaubt in die Bundesrepublik Deutschland einzureisen. Der Mann war auf dem Weg von Hamburg nach Hannover eingeschlafen und hatte durch diesen Irrtum den Zug in Richtung Wien bestiegen. Bei der Rückreise fiel er den Grenzbehörden auf.
Grenzkontrolle führt zu weitergehenden Ermittlungen
Bei der Kontrolle legte der Serbe den Einsatzkräften eine sogenannte Duldung vor. Dieses Dokument ist eine Aussetzung der Abschiebung, gilt jedoch nur in einem bestimmten Stadtgebiet und berechtigt nicht zur Einreise nach Deutschland außerhalb dieses Bereichs. Die Einsatzkräfte wurden daraufhin auf einen möglichen Versuch der unerlaubten Einreise aufmerksam.
Der Mann wurde zur Dienststelle gebracht. Bei einer Durchsuchung entdeckten die Bundespolizisten einen Bargeldbetrag von über 25.000 Euro in seiner Jacke. Nach eigenen Angaben stamme das Geld aus Schwarzarbeit in Serbien, wohin er regelmäßig reise, um Geld zu verdienen.
Rückweisung und Beschlagnahme
Die zuständige Ausländerbehörde in Hamburg entschied, den serbischen Staatsangehörigen zurückzuweisen. Zusätzlich wurde die Beschlagnahme des aufgefundenen Bargeldes angeordnet. Die Rückführung des 37-Jährigen erfolgte noch am selben Abend über den Flughafen München. Inzwischen befindet sich der Mann wieder in seinem Heimatland.
Ermittlungen laufen
Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft wird nun wegen des Verdachts auf unerlaubte Einreise, Sozialleistungsbetrug und Geldwäsche gegen den Serben ermittelt. Das ungewöhnliche Vorgehen und die große Bargeldsumme stehen dabei im Zentrum der Ermittlungen.
Hintergrund: Die Bundespolizeidirektion München
Die Bundespolizeidirektion München ist verantwortlich für Sicherheitsbelange in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und weiteren Regionen. Insgesamt betreut sie 21 Grenzübergänge mit einer Gesamtlänge von 225 Kilometern. Neben dem Hauptsitz in Freilassing gibt es einen weiteren Standort beim Bundespolizeirevier in Mühldorf am Inn.
Die Bundespolizei spielt eine zentrale Rolle bei der Überwachung der Grenzen und sorgt mit ihrer Präsenz für die Sicherheit an den Bahnstrecken und Grenzübergängen der Region.
Mit diesem Einsatz unterstreicht die Bundespolizei einmal mehr die Bedeutung der grenzpolizeilichen Kontrollen im süddeutschen Raum, um Straftaten frühzeitig aufzudecken und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.
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