Diebstahl im Regionalexpress: Täter am Münchner Hauptbahnhof gefasst
Schnelle Notrufmeldung ermöglicht Bundespolizei die Festnahme und Rückgabe des Rucksacks

Am Donnerstagabend, den 20. November, wurde am Münchner Hauptbahnhof ein Fall von Diebstahl im Regionalexpress RE 9 gemeldet. Ein 47-jähriger Mann aus dem Irak informierte die Bundespolizei über die Notrufsäule am Bahnsteig 22/23, nachdem ihm während eines Toilettengangs sein Rucksack entwendet worden war.
Schnelles Eingreifen der Bundespolizei
Dank der sofortigen Meldung über die Notrufsäule, die einen direkten Draht zur Bundespolizei bietet, konnten Einsatzkräfte zügig am Tatort erscheinen. Am Gleis 17 stellten sie einen 45-jährigen Bulgaren, der mit dem Diebesgut zum Tatort zurückgekehrt war. Die Beamten identifizierten den Rucksack als Eigentum des Geschädigten und gaben ihn zurück.
Gegen den Tatverdächtigen wurde unverzüglich Anzeige wegen Diebstahls erstattet. Eine anschließende Überprüfung seiner Personalien ergab, dass gegen ihn offene Aufenthaltsermittlungen der Strafverfolgungsbehörden vorlagen. Der 45-jährige Mann, wohnhaft in Nürnberg, wurde daraufhin zur weiteren Identitätsfeststellung auf die Dienststelle gebracht.
Personenkontrolle und medizinische Feststellungen
Bei der Kontrolle fiel auf, dass der Tatverdächtige mehrere oberflächliche Schnittverletzungen im Gesichtsbereich hatte. Ein Rettungswagen wurde alarmiert, jedoch war eine ärztliche Behandlung nicht erforderlich. Über die Ursache der Verletzungen machte der Mann laut den Angaben keine Auskunft.
Zuständigkeit der Bundespolizeiinspektion München
Die Bundespolizeiinspektion München übernimmt die Aufgaben der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Bahn im gesamten S-Bahn-Netz, das 210 Bahnhöfe und Haltepunkte auf 440 Streckenkilometern umfasst. Zu ihrem räumlichen Verantwortungsbereich gehören neben der Landeshauptstadt München auch die größten Bahnhöfe Bayerns und zahlreiche benachbarte Landkreise, darunter Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.
Das Hauptrevier der Bundespolizei befindet sich in der Denisstraße 1, etwa 500 Meter fußläufig vom Ostbahnhof entfernt. Weitere Einsatzräume bestehen am Hauptbahnhof, in Pasing und Freising.
Bedeutung moderner Notruftechnik
Der Fall unterstreicht die Bedeutung moderner Notrufsysteme an Bahnhöfen. Die direkte Kommunikation zur Bundespolizei ermöglichte ein schnelles Eingreifen und die Sicherstellung des Diebesguts noch am Bahnsteig.
Weiterführende Informationen
Für weitere Anfragen rund um die polizeiliche Arbeit am Münchner Hauptbahnhof und in der Region stehen die offiziellen Informationsportale zur Verfügung.
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