Feuerwehr München zieht zur Halbzeit des 191. Oktoberfests eine ruhige Einsatzbilanz

Die Feuerwehr München zieht zur Halbzeit des 191. Oktoberfests eine ruhige Zwischenbilanz. Nach Angaben der Feuerwehr ist die Wiesn bisher „einsatztechnisch ereignislos“ verlaufen.
Vorbereitung und Brandschutz auf dem Festgelände
Die Vorbereitungen für den Einsatz auf der Theresienwiese beginnen laut Feuerwehr schon Wochen vor dem Anstich. Vorab werden Änderungen und Neubauten auf dem Festgelände brandschutztechnisch geprüft und mit den Betreiberinnen und Betreibern abgestimmt. Besonders intensiv befassten sich die Fachleute des Vorbeugenden Brandschutzes mit den neuen Zelten Bartls Flößerstadl und Bodo's Cafezelt.
Zwei Wochen vor Festbeginn beginnt die Schlussabnahme. Dabei werden die 14 Großzelte und die zahlreichen Mittelbetriebe mehrmals täglich begangen, um Mängel frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Oberste Priorität hat dabei laut Feuerwehr immer der Rettungsweg für Gäste und Einsatzkräfte.
Seit Beginn der Wiesn kontrollieren die Einsatzkräfte der Feuerwehr außerdem sämtliche großen Festhallen, Mittelbetriebe und das Festgelände selbst. Bei den Rundgängen wird stichprobenartig geprüft, ob die Aufbauten dem Planstand entsprechen, betriebliche Maßnahmen umgesetzt werden und keine gefährlichen Situationen entstehen.
Einsatzorganisation während der Wiesn
Auch außerhalb des Festgeländes laufen nach Angaben der Feuerwehr umfangreiche Vorbereitungen. Fahrzeuge werden vor dem Fest verlegt und für die Zeit der Wiesn betriebsbereit gemacht. Zudem werden die Kräfte stadtweit im „Sonderplan Wiesn“ geschult. In der Vorhaltungserhöhung stellt die Feuerwehr München außerdem Personal für bis zu drei weitere Notarzteinsatzfahrzeuge im Bereich des Festgeländes.
Im laufenden Betrieb sind laut Mitteilung bis zu 29 Einsatz- und Dienstkräfte der Feuerwehr München auf der Wiesn-Wache vor Ort. In der Integrierten Leitstelle München ist zudem ein Sonderleitplatz für das Oktoberfest eingerichtet. Unterstützung kommt wie in jedem Jahr von Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr Bozen, die vor allem am zweiten und dritten Wochenende bei Sprachbarrieren helfen.
Bisherige Einsätze
Bis zum Zeitpunkt der Mitteilung verzeichnet die Feuerwehr München sechs Feuerwehreinsätze. Vier davon waren kleinere Hilfeleistungen. Am ersten Samstag wurde die Feuerwehr wegen eines technischen Defekts an einem Fahrgeschäft gerufen. Das Personal konnte das Problem jedoch mithilfe interner Rettungspläne bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte lösen.
Am Sonntagmorgen um 8.47 Uhr ging auf der Wiesenwache zudem die Meldung über einen brennenden Müllcontainer am Eingang P7 ein. Die Wiesnwache und der Direktionsdienst Großveranstaltung rückten zu dem Brand aus. Zur Absicherung des Wiesnbetriebs wurden weitere Kräfte in den Behördenhof nachgeführt. In einem Müllpresscontainer war ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr löschte ihn mit Schaum und dem Cobra-Löschsystem. Anschließend wurde der Brandcontainer vom Festgelände entfernt. Besucherinnen und Besucher waren nicht gefährdet.
Rettungsdienst und Zusammenarbeit
Der öffentliche Rettungsdienst verzeichnet nach Angaben der Feuerwehr bislang 886 Einsätze. 70 davon erfolgten mit Notarztbeteiligung. Unter anderem waren die Notarztbesatzungen bei den medial bekannten Einsätzen eines tödlichen Unfalls am Fahrgeschäft und einer Reanimation im Zelt beteiligt. Lediglich neun Patientinnen und Patienten wurden von der Sanitätsstation durch den öffentlichen Rettungsdienst in Münchner Kliniken weiterverlegt.
Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten lief nach Einschätzung der Feuerwehr bislang problemfrei. Auch die mit den Sicherheitsbehörden abgestimmten Maßnahmen im Bereich des Crowd Managements hätten bisher sehr gut funktioniert. Insgesamt zieht die Feuerwehr München vorläufig eine ruhige Wiesn-Bilanz.
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