Sprache wählen

Unbesetzte Betreuungsplätze in Lauf: Reaktion auf sinkende Auslastung

Rund 80 Plätze sind derzeit frei – Stadt und freie Träger prüfen Maßnahmen, um Qualität und Personal zu sichern.

Unbesetzte Betreuungsplätze in Lauf: Reaktion auf sinkende Auslastung
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

In den städtischen Kitas und Krippen in Lauf bleiben derzeit rund 80 Betreuungsplätze unbesetzt. Darüber informierte Silvana Kage-Gnan aus der Abteilung Bildung und Familie den Kinder-, Jugend- und Sozialausschuss am Dienstagabend.

Geburtenrückgang wirkt sich auf Auslastung aus

Als Hintergrund nannte Kage-Gnan den Geburtenrückgang in den vergangenen Jahren. Dabei handle es sich um einen bundesweiten Trend. Für die Stadt Lauf habe die Kinderbetreuung und Familienfreundlichkeit weiterhin einen hohen Stellenwert.

In Lauf und den Ortsteilen gibt es zehn städtische Einrichtungen in sieben Gebäuden. Die Gebäude müssen instandgehalten und beheizt werden, zudem verursacht das gut ausgebildete Personal laufende Kosten. Die Elternbeiträge decken diese Ausgaben laut Mitteilung nur zu einem kleinen Teil ab. Hinzu kommt, dass sich die Einnahmen aus Fördergeldern des Freistaats Bayern durch sinkende Betreuungszahlen verringern. Nach Angaben von Kage-Gnan entsteht dadurch ein jährlich wachsendes Defizit.

Stadt will an Betreuungsqualität festhalten

Trotz der Entwicklung wollen Bürgermeister Thomas Lang und die Abteilung Familie und Bildung nach Angaben der Stadt nicht auf die gut ausgebildeten Fachkräfte und die damit verbundene hochwertige Betreuung verzichten. Kage-Gnan betonte, die qualitativ hochwertige Arbeit in den Kitas müsse sichergestellt werden.

Die niedrigeren Kinderzahlen führen demnach auch zu deutlich geringeren Buchungsstunden. Das hat wiederum Auswirkungen auf den Personalbedarf. Nach Angaben der Stadt können befristete Verträge zum Teil nicht verlängert und Auszubildende nicht übernommen werden.

Ähnliche Lage auch bei freien Trägern

Wie Kage-Gnan weiter ausführte, ist die Situation bei den freien Trägern vergleichbar. Auch dort mache sich der demografische Wandel bemerkbar. Teilweise würden bereits einzelne Gruppen geschlossen und Personal reduziert.

Als Beispiel nannte sie die neue Heuchlinger Kita des freien Trägers ASB Wunderkinder direkt neben der Heuchlinger Grundschule. Diese soll im Herbst zunächst mit vier statt der ursprünglich geplanten fünf Gruppen anlaufen.

Strategie für die kommenden Monate geplant

Die Abteilung Familie und Bildung will sich in den kommenden Monaten mit den freien Trägern austauschen und eine Strategie erarbeiten, um auf die sinkende Auslastung der Kitas und Krippen zu reagieren. Grundlage für diese Gespräche ist nach Angaben der Stadt die umfassende Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und -Betreuungsgesetzes, die derzeit in München beraten wird.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: