SVE in Viechtach bezieht Container am Förderzentrum

Am Sonderpädagogischen Förderzentrum Viechtach steht die Zwischenlösung für die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE): Auf dem Gelände des früheren Schulgartens sind zehn Container errichtet worden. Ein Teil der Räume ist bereits eingerichtet, der Einzug soll nach den noch laufenden Rest- und Außenarbeiten erfolgen.
Schulleiterin Birgit Heigl-Venus bewertet die Lösung positiv. „Wir sind sehr zufrieden, die Lösung passt sehr gut“, sagt sie. Einen konkreten Termin für den Umzug nennt die Mitteilung nicht. Robert Schreder vom Gebäudemanagement des Landkreises beschreibt den Zeitplan so: „Sobald die Restarbeiten im Gebäude erledigt sind und die Außenarbeiten so weit vorangekommen sind, dass die Kinder problemlos ins Haus kommen können, soll der Einzug stattfinden.“
Übergangslösung bis zu neuen Räumen
Über neue Räumlichkeiten für die SVE war nach Angaben des Landkreises länger im Kreistag beraten worden. Eine zunächst erwogene Anmietung in der Stadtmitte wurde verworfen, stattdessen fiel die Entscheidung, neue Räume zu bauen. Bis dahin soll die Containeranlage die Zeit überbrücken. Landrat Dr. Ronny Raith formuliert das so: „Wir bauen eines nach dem anderen.“
Zehn Container mit zwei Gruppenräumen
Die Arbeiten begannen bereits im August. Laut Schreder wurden zunächst Erd- und Fundamentarbeiten ausgeführt, anschließend die zehn Container aufgestellt. Sie sind wasserdicht miteinander verbunden und ergeben eine Gesamtfläche von 142 Quadratmetern.
In der Anlage gibt es zwei jeweils 58 Quadratmeter große Gruppenräume mit Einbauküche sowie eine Toilettenanlage für Kinder und Betreuer. Im WC-Bereich ist auch eine Wickelmöglichkeit untergebracht. Nach Angaben der Schule gehört dazu ein Wickeltisch mit herausziehbarer Treppe.
Bei einem Ortstermin verschafften sich Landrat Raith, Viechtachs Bürgermeister Johann Greil, der Leiter des Gebäudemanagements Thomas Frisch und Robert Schreder einen Eindruck von den neuen Räumen. Empfangen wurden sie von Schulleiterin Heigl-Venus.
Ein Raum fertig, der zweite noch im Ausbau
Zum Zeitpunkt der Besichtigung war ein Gruppenraum bereits fertig, der zweite wurde noch ausgebaut. „Wir haben das Glück, dass ein Raum für die Vorschulkinder zur Verfügung stehen kann“, sagt Heigl-Venus.
Die Ausstattung orientiert sich laut Mitteilung am Bedarf der Kinder. „Wir haben leider immer öfter Kinder, die gewickelt werden müssen“, sagt die Schulleiterin. Darunter seien auch Kinder im Alter von fünf oder sechs Jahren, die keine körperlichen Probleme hätten. Sauberkeitserziehung sei deshalb oft ebenfalls eine Aufgabe in der SVE.
Auch vorhandene handwerkliche Ressourcen wurden genutzt. „Die Küche hat Hausmeister Martin Pritzl eingebaut, als Schreiner ist er an den Umbaumaßnahmen aktiv beteiligt“, erklärt Schreder.
Lob für die schnelle Umsetzung
Raith sieht in den Containern eine brauchbare Übergangslösung: „Wir sehen, dass die Kinder einen guten Lernort haben. Die Räume sind hell und gut ausgestattet, das ist eine wirklich gute Lösung.“ Zwar sei der Schulgarten und damit auch der Pausenbereich kleiner geworden, nach Einschätzung der Beteiligten bleibe der Platz aber ausreichend.
Auch aus der Schule gibt es Anerkennung für das Tempo der Umsetzung. „Es ist nicht selbstverständlich, dass zeitnah gehandelt wurde“, sagt Heigl-Venus. Bürgermeister Greil bezeichnete die Lösung laut Mitteilung als praktisch und optisch gelungen.
Für die Kinder wurde der Fortschritt bereits sichtbar: Eine SVE-Gruppe durfte den neu errichteten Raum gemeinsam mit ihren Betreuern erstmals besuchen. Schreder dankte zudem dem Architektenbüro Weber aus Ruhmannsfelden: „Durch ihr engagiertes Mitwirken bei der Vorbereitung, der Planung sowie beim Einreichen des Bauantrags und der Auftragsvergabe wurde die kurzfristige Umsetzung erst möglich.“
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