Mehr als 119 Tonnen Altkleider und Schuhe im Unterallgäu gesammelt

Im Unterallgäu werden in diesem Jahr deutlich mehr Altkleider und Schuhe an den Wertstoffhöfen abgegeben als im Vorjahr. Nach Angaben des Landkreises wurden bereits mehr als 119 Tonnen gesammelt, das entspricht einem Anstieg von 38 Prozent. Zugleich nehmen jedoch auch die Fehlwürfe zu: Rund fünf Tonnen Abfälle wurden aus dem Sammelgemisch aussortiert, knapp 15 Prozent mehr als 2025.
Edgar Putz, Leiter der Kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises, weist darauf hin, dass Altkleidercontainer keine Restmülltonnen seien. In die Sammelbehälter gehören ausschließlich tragbare, saubere und gut erhaltene Textilien. Für falsch entsorgte Kleidungsstücke, etwa verschmutzte oder kaputte Hosen, Jacken und Pullover, sowie für Müll entstehen nach Angaben des Landkreises erhebliche Mehrkosten. Diese müssten letztlich von der Allgemeinheit getragen werden. Ein bewusster Umgang mit der Abgabe von Alttextilien helfe nicht nur, Ressourcen zu schonen, sondern auch die Altkleidererfassung und Wiederverwertung sowie Entwicklungsprojekte weiter zu unterstützen.
Was in den Altkleidercontainer gehört
Als Faustregel gilt laut Landkreis: Alttextilien und Schuhe sollten nur dann abgegeben werden, wenn man sie auch an einen Freund oder eine Freundin weitergeben würde. Gut erhaltene Kleidungsstücke und paarweise gebündelte Schuhe können eingeworfen werden. Auch Accessoires wie Gürtel, Hüte, Mützen, Schals, Tücher, Handschuhe, Handtaschen, Stoffbeutel und Rucksäcke sowie saubere Bettdecken, Dekorstoffe und Gardinen gehören in den Altkleidercontainer. Wichtig ist zudem, dass alle Textilien sauber und gut verpackt sind.
Ist ein Altkleidercontainer bereits voll, soll ein anderer Standort aufgesucht oder die Abgabe auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Die Alttextilien dürfen jedoch nicht neben den Container gestellt werden.
Was nicht hineingehört
Stark verschmutzte, nasse, zerschnittene oder beschädigte Textilien dürfen nicht über den Altkleidercontainer entsorgt werden. Einzelne Schuhe und Hausmüll gehören in die Restmülltonne. Sperrige Gegenstände wie Matratzen, Polstermöbel, Schaumstoffe, Teppiche, Planen und Zelte müssen als Sperrmüll entsorgt werden. Gegenstände mit eingebauten elektrischen Funktionen können am Wertstoffhof abgegeben werden.
Weitere Informationen stellt der Landkreis im Internet unter www.unterallgaeu.de/altkleider bereit. Fragen zur Entsorgung beantwortet die Abfallwirtschaftsberatung unter der Telefonnummer (08261) 995-8090.
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