Biomarkt auf dem Unteren Markt zeigt Würzburgs Bio-Vielfalt

Der Biomarkt der Öko-Modellregion stadt.land.wü. brachte Erzeugerinnen und Erzeuger aus dem Landkreis Würzburg auf den Unteren Markt und lud zum direkten Austausch mit Verbraucherinnen und Verbrauchern ein. Die eintägige Veranstaltung zeigte die Vielfalt der heimischen Bio-Landwirtschaft und machte regionale Produkte von A wie Apfel bis Z wie Zuckerhut sichtbar.
Bei der Eröffnung hob Stadtratsmitglied Rena Wiesner die Bedeutung regionaler Erzeugung und lokaler Nahversorgung hervor. Sie sagte: „Regionale Erzeuger und lokale Nahversorgung zu stärken ist ein wichtiger Baustein, um die Wertschöpfung und wohnortnahe Versorgung stärker miteinander zu verbinden. Damit erfüllt der 3. Regionale Biomarkt im Herzen der Stadt gleich mehrere Aspekte unseres verabschiedeten Klimaschutzkonzepts“.
Ökolandbau mit Wachstum in der Region
Nach Angaben der Mitteilung hat sich der Ökolandbau in der Region in den vergangenen fünf Jahren weiterentwickelt. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten landwirtschaftlichen Nutzfläche stieg von 11,8 Prozent im Jahr 2021 auf 16,3 Prozent im Jahr 2025. Im Weinbau erhöhte sich der Öko-Anteil von 14 auf 15 Prozent.
Auch das Interesse an einer Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung nahm zu. An den Umstellerveranstaltungen der Öko-Modellregion waren es 2022 noch 22 Teilnehmende, 2026 bereits 92.
Bergtheimer Mulde als wichtiger Standort
Landrat Thomas Eberth verwies auf die Idee, Erzeugerinnen und Erzeuger aus dem Landkreis mit Verbraucherinnen und Verbrauchern mitten in der Stadt zusammenzubringen. Er dankte gemeinsam mit Öko-Modellregionsmanagerin Hanna Dorn dem Kreistag und der Sparkasse Mainfranken Würzburg für die bereitgestellten Mittel zur Unterstützung des Projekts.
Das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken betonte die besondere Rolle der Bergtheimer Mulde. Dort liegt nach Angaben der Mitteilung das größte Bio-Gemüseanbaugebiet Bayerns; rund ein Drittel des im Freistaat verkauften Bio-Gemüses stamme von dort.
Nach inzwischen drei regionalen Biomärkten soll gemeinsam mit den teilnehmenden Erzeugerinnen und Erzeugern Bilanz gezogen werden. Dabei geht es laut Mitteilung um die Frage, was sich bewährt hat, wo Verbesserungen möglich sind und wie das Angebot besser auf die Bedürfnisse von Erzeugern und Verbraucherinnen abgestimmt werden kann. Zugleich sollen neue Vermarktungswege geprüft werden, darunter Bio-Feierabendmärkte.
Als positives Signal für das Format verweist die Mitteilung zudem auf eine Auszeichnung: Der Bio- und Streuobstmarkt im vergangenen Jahr in Würzburg erhielt das Prädikat „Schönster Bio-Erlebnistag 2025“.
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