Straßenbauprogramm 2027 im Landkreis Würzburg: 4,3 Millionen Euro für Kreisstraßen

Der Ausschuss für Bauen, Verkehr und Infrastruktur des Landkreises Würzburg hat ein Straßenbauprogramm für das Jahr 2027 beschlossen. Insgesamt vier Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 4,3 Millionen Euro sollen die Kreisstraßen WÜ 26, WÜ 3, WÜ 59 und WÜ 46 verbessern und damit auch die Sicherheit im Verkehrsnetz des Landkreises erhöhen.
Grundlage der einstimmigen Entscheidungen waren unter anderem die Ergebnisse der Zustandserfassung der Kreisstraßen aus dem Jahr 2024 sowie die daraus abgeleitete Priorisierung. Nach Angaben des Staatlichen Bauamts Würzburg spielten vor allem der schlechte Zustand der vier Streckenabschnitte, das Verkehrsaufkommen und die Abstimmung mit den angrenzenden Gemeinden eine Rolle.
Landrat Thomas Eberth bewertete das Maßnahmenpaket als wichtigen Beitrag für die Verkehrssicherheit im Landkreis. Gut befahrbare Kreisstraßen seien für die Menschen in den Gemeinden, für Pendlerinnen und Pendler sowie für den öffentlichen Busverkehr unverzichtbar.
WÜ 26 bei Kürnach: zweiter Bauabschnitt am Industriepark Nord
Bei der Kreisstraße WÜ 26 in Kürnach soll 2027 der zweite Bauabschnitt folgen. Die Straße gehört mit durchschnittlich 6.500 Fahrzeugen pro Tag zu den stark frequentierten Verkehrswegen im Landkreis Würzburg. Bereits im Frühjahr 2026 war der erste Abschnitt vom Gewerbegebiet am Wachtelberg bis zum Kreisverkehr am Einkaufsmarkt erneuert worden.
Nun ist auf einer Länge von rund 550 Metern die Strecke bis zum Kreisverkehr am Industriepark Nord vorgesehen. In Kooperation mit der Gemeinde Kürnach sollen zudem die Bushaltestelle West ausgebaut, der Gehweg verlängert und eine zusätzliche Fußgängerquerung gebaut werden. Die Kostenschätzung liegt bei 500.000 Euro. Mit dem Beginn der Maßnahme ist im zweiten oder dritten Quartal 2027 zu rechnen; während der Bauzeit müssen Bürgerinnen und Bürger mit Vollsperrungen rechnen.
WÜ 3 zwischen Unterpleichfeld und Oberpleichfeld
Auch die Kreisstraße WÜ 3 zwischen Unterpleichfeld und Oberpleichfeld wird erneuert. Auf der rund 3,25 Kilometer langen Strecke liegen mit etwa 3.500 Fahrzeugen pro Tag deutlich mehr Verkehr als im Landkreisdurchschnitt von knapp 1.600 Fahrzeugen.
Geplant ist, die verschlissenen Asphaltschichten einschließlich Asphaltbewehrung und Tragschichtverstärkung zu erneuern. In Abstimmung mit den Gemeinden sollen auch die anschließenden Ortsdurchfahrten saniert werden. Die Arbeiten sollen in mindestens drei Abschnitten jeweils unter Vollsperrung erfolgen. Als Zeitraum für den Baubeginn ist das zweite oder dritte Quartal 2027 vorgesehen. Die Baukosten für den Landkreis werden auf rund 1,4 Millionen Euro geschätzt.
WÜ 59 von Neubrunn in Richtung Holzkirchhausen
Im westlichen Landkreis Würzburg soll zudem ein Abschnitt der WÜ 59 ab Neubrunn in Richtung Holzkirchhausen saniert werden. Die Strecke wird mit knapp 400 Fahrzeugen pro Tag vergleichsweise wenig befahren, die Oberfläche ist jedoch verschlissen.
Auf einer Länge von 1,2 Kilometern sollen unter Vollsperrung die Tragschicht und die Asphaltdecke erneuert sowie eine neue Entwässerungsrinne installiert werden. Der restliche Streckenabschnitt wurde bereits 2012 saniert. Das Staatliche Bauamt schätzt die Kosten auf 600.000 Euro. Der Beginn der Maßnahme ist ebenfalls für das zweite oder dritte Quartal 2027 vorgesehen.
WÜ 46 zwischen Allersheim und der B 19
Die Erneuerung der WÜ 46 stand in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit der Ortsumgehung der B 19 bei Giebelstadt. Ursprünglich war ein Vollausbau auf eine Fahrbahnbreite von 6,50 Metern einschließlich eines neuen Anschlusses an die Umgehungsstraße mit geschätzten Kosten von rund 4,1 Millionen Euro vorgesehen.
Nachdem die Regierung von Unterfranken das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumgehung 2025 offiziell gestoppt hatte, ließ der Ausschuss eine günstigere Alternative prüfen. Statt eines Neubaus soll nun die bestehende Straße erneuert werden. Mit tragfähigen Banketten soll die Fahrtauglichkeit verbessert und eine besser befahrbare Verbindung zur B 19 geschaffen werden. Die Maßnahme ist in einem Abschnitt unter Vollsperrung geplant; als Baubeginn ist das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Die Kosten werden auf rund 1,8 Millionen Euro geschätzt.
Die vier Maßnahmen sollen nach Angaben des Landkreises dazu beitragen, den Zustand der Kreisstraßen WÜ 26, WÜ 3, WÜ 59 und WÜ 46 deutlich zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
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