18 Kilo illegale Pyrotechnik am Grenzübergang sichergestellt
Bundespolizei leitet elf Verfahren ein und warnt vor gefährlichen Feuerwerkskäufen im Ausland
Am vergangenen Wochenende kam es an den Grenzübergängen Waidhaus und Waldsassen zu verstärkten Kontrollen durch die Bundespolizeiinspektion, die zu mehreren Sicherstellungen verbotener Pyrotechnik führten. Insgesamt wurden rund 18 Kilogramm nicht zugelassener Feuerwerkskörper beschlagnahmt und elf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz festgestellt. Die Einsätze verdeutlichen die steigende Relevanz der Kriminalitätsbekämpfung rund um den Jahreswechsel.
Grenzkontrollen fördern zahlreiche Verstöße zutage
Im Fokus der Kontrollen stand unter anderem ein deutscher Staatsbürger, der bei der Einreise aus Tschechien kontrolliert wurde. Im Stauraum seines Fahrzeugs fanden die Beamten eine größere Menge verbotener Pyrotechnik. Der Betroffene gestand den Besitz, konnte aber keine entsprechende Erlaubnis vorlegen. Nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens durfte der Mann weiterreisen. Weitere neun Verstöße im Bereich Waldsassen führten ebenfalls zu Ermittlungsverfahren und zur Sicherstellung von Pyrotechnik.
Bundespolizei warnt vor illegalen Feuerwerkskörpern
Die Bundespolizei mahnt eindringlich, keine verbotene oder nur mit Erlaubnis erhältliche Pyrotechnik im Ausland oder an Grenzmärkten zu kaufen. Häufig enden günstige Einkäufe mit Ermittlungsverfahren und Konsequenzen für die Käufer. Bereits im Jahr 2024 wurden mehr als 800 Kilogramm illegale Pyrotechnik – darunter auch besonders gefährliche Kugelbomben – durch die Bundespolizei sichergestellt.
Kennzeichnung und legale Produkte
Zugelassen sind nur Feuerwerkskörper, die nach der Prüfung durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) eine vierstellige Registriernummer und Gebrauchshinweise in deutscher Sprache tragen. Immer wieder werden jedoch Produkte mit gefälschten BAM- oder CE-Kennzeichnungen angeboten. Auch deren Besitz und Handel sind strafbar und können empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen.
Risiken und Konsequenzen beim Umgang mit illegaler Pyrotechnik
Der Umgang mit illegaler Pyrotechnik birgt erhebliche Risiken. Schon sachgemäße Anwendung schützt nicht vor Verletzungen, wenn Feuerwerkskörper mangelhaft verarbeitet oder beispielsweise Industriesprengstoff enthalten. Immer wieder enden Unfälle schwer, teils mit abgerissenen Fingern oder anderen gravierenden Verletzungen.
Kategorien von pyrotechnischen Gegenständen
Die Bundespolizei empfiehlt dringend, Feuerwerkskörper ausschließlich im legalen Handel in Deutschland zu erwerben. Nur dort ist sichergestellt, dass die Produkte geprüft und sicher sind.
Aufgabenspektrum der Bundespolizeiinspektion
Die Inspektion ist zuständig für die Landkreise Neustadt an der Waldnaab, Tirschenreuth sowie für die kreisfreie Stadt Weiden. Neben der Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität und der Sicherheit auf Hauptverkehrswegen zählt die Kriminalprävention zu den Kernaufgaben. In Zusammenarbeit mit der Bayerischen und der Tschechischen Polizei sowie dem Zoll sorgt die Bundespolizei für Sicherheit und Gefahrenvorsorge im Grenzgebiet.
Die aktuellen Kontrollen und Warnungen der Bundespolizei unterstreichen die Notwendigkeit, sich an die gesetzlichen Regelungen beim Umgang mit Pyrotechnik zu halten und diese ausschließlich aus sicheren, geprüften Quellen zu beziehen. Die Präventions- und Kontrollmaßnahmen werden angesichts der weiterhin hohen Fallzahlen konsequent fortgeführt.
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