Bedrohung im Regionalzug sorgt für Großeinsatz
20-Jähriger belästigt Reisende im RB86 – Bundespolizist greift ein, später erneut Vorfall am Münchner Hauptbahnhof

In einem Regionalzug der Linie RB86 zwischen München-Pasing und Althegnenberg ist es am Freitagmorgen zu einer Bedrohungslage gekommen. Auslöser war ein 20-jähriger Mann aus Rumänien, dessen Verhalten einen Polizeieinsatz notwendig machte. Wenig später fiel derselbe Mann erneut im Bereich des Münchner Hauptbahnhofs auf.
Bedrohungslage am Morgen im Regionalzug
Nach bisherigen Erkenntnissen stieg der Mann in München in den Zug und belästigte mehrere Reisende. Unter den Betroffenen befanden sich auch fünf Mädchen im Alter von 13 Jahren. Der Mann äußerte mehrfach bedrohliche und wirre Aussagen, darunter auch die Absicht, Personen verletzen zu wollen.
Zugbegleiter und Reisende wurden auf die Situation aufmerksam und brachten die betroffenen Kinder aus dem unmittelbaren Umfeld des Mannes. Damit konnte die Lage zunächst entschärft werden, ohne dass es zu einer weiteren Eskalation im Zug kam.
Eingreifen eines Bundespolizisten außer Dienst
Im weiteren Verlauf wandten sich die Betroffenen an einen Bundespolizisten, der privat und in Uniform mit dem Zug unterwegs war. Er schritt ein, sprach den Mann an und fixierte ihn aufgrund seines unberechenbaren Verhaltens bis zum Eintreffen weiterer Kräfte.
Am Bahnhof Althegnenberg konnten die alarmierten Streifen schließlich alle Beteiligten antreffen. Bei der anschließenden Durchsuchung des Verdächtigen wurden keine gefährlichen Gegenstände gefunden.
Folgen für den Bahnverkehr
Durch den Einsatz kam es in insgesamt drei Zügen zu Verspätungen von rund 150 Minuten. Der Tatverdächtige wurde zur weiteren Sachbearbeitung zur Dienststelle gebracht und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst wieder entlassen.
Erneuter Vorfall am Münchner Hauptbahnhof
Am selben Tag, gegen 14:10 Uhr, fiel der Mann erneut im Bereich des Münchner Hauptbahnhofs auf. Gegenüber zwei Reisenden äußerte er abermals, eine Waffe zu führen.
Einsatzkräfte konnten den Mann im Rahmen einer umgehend eingeleiteten Fahndung feststellen, zu Boden bringen und fesseln. Auch bei dieser Durchsuchung wurden keine gefährlichen Gegenstände aufgefunden.
Ermittlungen der Bundespolizei
Der Tatverdächtige wurde erneut vorläufig festgenommen und nach Rücksprache mit dem Amtsgericht München wieder auf freien Fuß entlassen. Die Bundespolizei ermittelt unter anderem wegen Bedrohung, Störung öffentlicher Betriebe und Belästigung der Allgemeinheit.
Der Fall zeigt, wie schnell aus auffälligem Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Lage werden kann, die unmittelbares Eingreifen erforderlich macht. In diesem Fall war es das Zusammenspiel von Reisenden, Zugpersonal und einem eingeschrittenen Bundespolizisten, das die Situation im Zug unter Kontrolle brachte.
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