Deutsche Sporthilfe fordert Reformen für Spitzensport
Positionspapier präsentiert Maßnahmen zur besseren Förderung und engeren Vernetzung von Sport, Wirtschaft und Gesellschaft
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Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat ihr neues Positionspapier „Mehr Leistung wagen – für den Spitzensport von morgen“ veröffentlicht. Mit weitreichenden Reformvorschlägen möchte die Stiftung die Rahmenbedingungen für Spitzenathletinnen und -athleten in Deutschland nachhaltig verbessern und politische Impulse für die anstehenden Reformdiskussionen setzen.
Reformvorschläge im Fokus: Struktur, Förderung und Verantwortung
Seit längerer Zeit stockt der Leistungssportreformprozess in Deutschland – konkrete Fortschritte lassen auf sich warten. Im Herbst stehen zwar erneut Debatten um das Fördergesetz und die mögliche Gründung einer neuen Sportagentur bevor, doch nach Einschätzung der Stiftung besteht das Risiko, dass grundlegende strukturelle Verbesserungen ausbleiben.
Mit ihrem Positionspapier legt die Sporthilfe erstmals detaillierte Vorschläge zur Reform vor und fordert die Bundesregierung auf, endlich effektive Maßnahmen zu ergreifen. Im Zentrum steht dabei ein Nachwuchsleistungssportsystem, das möglichst vielen Talenten die Chance auf eine Karriere im Spitzensport bieten soll. Die Stiftung verlangt klar definierte Zuständigkeiten, moderne Infrastruktur und professionelle Betreuung, um eine echte Eliteförderung zu gewährleisten.
Zentrale Forderungen auf einen Blick
Diese Vorschläge zielen darauf ab, ein transparentes und leistungsorientiertes System zu schaffen, das den Nachwuchs ebenso wie etablierte Athletinnen und Athleten fördert. Laut der Stiftung sollen sich Verantwortlichkeiten bündeln und Trägerschaften konsolidieren – womöglich in einer neu zu schaffenden Sportagentur.
Stimmen aus der Stiftung Deutsche Sporthilfe
Karin Orgeldinger, Vorständin der Stiftung Deutsche Sporthilfe, hebt die Erfolge des 2024 eingeführten Förderkonzepts hervor: „Mit unserem seit diesem Jahr eingeführten Förderkonzept haben wir bereits einen Weg gemacht, um die Sportförderung effizienter und wirksamer zu gestalten. Unser Ziel ist es, die Lage so zu verbessern, dass Talente ihr volles Potenzial entfalten können.“
Max Hartung, verantwortlich für Kommunikation und Public Affairs, betont das Engagement und die Werteorientierung der Stiftung: „Wir wollen Teil der Lösung sein. Gemeinsam mit Politik und Partnern krempeln wir die Ärmel hoch, um das System so zu gestalten, wie es die Athletinnen und Athleten verdienen – denn sie geben jeden Tag alles. Wir leben Werte wie Fairplay und Miteinander. Deshalb müssen wir gemeinsam etwas bewegen, damit die Förderung direkt und effizient ankommt und ein herausragendes Umfeld geschaffen wird.“
Karsten Petry, Vorstand Marketing, Vertrieb und Events, unterstreicht die gesellschaftliche Bedeutung des Spitzensports und fordert mehr Miteinander mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft: „Der olympische und paralympische Sport hat enorme gesellschaftliche Wirkung und Wertevermittlung. Dennoch wird sein Potenzial bislang wenig wahrgenommen. Um den Spitzensport nachhaltig zu stärken, braucht es eine deutlich engere Abstimmung zwischen Sport und Gesellschaft – sowie eine gezielte Erweiterung privater Fördermittel als Ergänzung der staatlichen Unterstützung. Insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Olympiabewerbung ist es unsere Aufgabe, diesen Prozess aktiv zu begleiten.“
Breites Unterstützernetzwerk und politische Förderung
Zu den nationalen Förderern der Stiftung zählen renommierte Unternehmen wie Mercedes-Benz, Deutsche Bank, Telekom, PwC Deutschland, Deutsche Post, Generali und MLP Vermögensberatung. Sie unterstützen damit nicht nur die Athletinnen und Athleten, sondern auch die gesellschaftspolitischen Ziele der Sporthilfe. Die Förderung durch das Bundesministerium des Innern basiert auf einem Beschluss des Deutschen Bundestages.
Weiterführende Informationen und Ausblick
Die Stiftung Deutsche Sporthilfe bringt jahrzehntelange Erfahrung und ein starkes Netzwerk in den Reformprozess ein. Sie möchte nicht nur fördern, sondern aktiv mitgestalten und ein leistungsfähiges, chancengerechtes und zukunftsfestes Sportsystem aufbauen. Das vollständige Positionspapier steht auf der Website der Stiftung zur Verfügung.
Positionspapier 'Mehr Leistung wagen – für den Spitzensport von morgen'https://www.sporthilfe.de
Die anstehenden Diskussionen im Herbst sowie die Reaktionen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft werden zeigen, welchen Beitrag die vorgeschlagenen Maßnahmen für den deutschen Spitzensport leisten können. Die Stiftung sieht sich bereit, Verantwortung zu übernehmen und entscheidende Impulse für die Zukunft des Leistungssports zu setzen.
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