Einsatz am Ostbahnhof: Polizei stoppt Angreifer
Nach Widerstand gegen Beamte und Bedrohungen in Gilching-Argelsried ermittelt Bundespolizei in München
Am frühen Samstagmorgen kam es am Ostbahnhof München zu einem Vorfall, bei dem ein 27-jähriger Mann Widerstand gegen Bundespolizisten leistete. Noch am gleichen Tag gab es einen weiteren polizeilichen Einsatz am Bahnhof Gilching-Argelsried mit schwerwiegenden Vorfällen. Die Bundespolizeiinspektion München informiert in ihrer aktuellen Mitteilung über die beiden Ereignisse und ordnet sie in den Kontext ihrer Aufgaben im Großraum München ein.
Widerstand und tätlicher Angriff am Ostbahnhof
Gegen 04:15 Uhr entdeckte das Personal eines Schnellrestaurants im Münchner Ostbahnhof eine schlafende Person, die sich nicht wecken ließ. Zwei Beamte der Bundespolizei griffen ein und führten eine Identitätsfeststellung durch. Der 27-jährige Mann aus Rosenheim widersetzte sich zunächst den Maßnahmen und versuchte, die Hand der Beamten wegzuschlagen. Bei der weiteren Verbringung zur Gewahrsamszelle wurde die Situation eskalativ: Der Mann trat einem Beamten gegen das Knie und spuckte einem weiteren ins Gesicht. Trotz des Widerstands blieb es für die eingesetzten Polizisten bei Verletzungen aus.
Der Mann, ein Somalier, der im September 2015 nach Deutschland kam, ist bereits polizeibekannt und hat 29 ähnliche Delikte verübt. Aufgrund des aktuellen Vorfalls ordnete die Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme an. Zudem ist eine Vorführung vor den Richter am Sonntag wegen tätlichen Angriffs, Widerstands und Körperverletzung geplant.
Bedrohungen und verfassungswidrige Symbole in Gilching-Argelsried
Am Abend desselben Tages wurde die Polizei an den Bahnhof Gilching-Argelsried gerufen. Dort fiel ein 37-jähriger, in Gilching wohnhafter Mann durch Bedrohungen, Beleidigungen und das Zeigen verfassungswidriger Kennzeichen auf. Gegenüber Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren zeigte der Mann den Hitlergruß und rief „Heil Hitler“. Die Situation eskalierte weiter, als er mit einer Glasflasche drohte.
Der 37-Jährige ist bereits mehrfach polizeilich wegen Eigentumsdelikten, Beleidigungen sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz in Erscheinung getreten. Nun wird er unter anderem wegen Bedrohung, Sachbeschädigung, Beleidigung sowie der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angezeigt.
Die Arbeit der Bundespolizeiinspektion München
Die Bundespolizeiinspektion München ist für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bahnverkehr auf einem Streckennetz von 440 Kilometern mit über 210 Bahnhöfen verantwortlich. Ihr Zuständigkeitsgebiet erstreckt sich über die Landeshauptstadt München und zahlreiche umliegende Landkreise – darunter Starnberg, Fürstenfeldbruck und Ebersberg.
Der Hauptsitz für nichtoperative Bereiche und Ermittlungsdienst befindet sich in der Denisstraße 1, etwa 500 Meter vom Ostbahnhof entfernt. Weitere Diensträume liegen am Hauptbahnhof, in Pasing und Freising.
Weitere Informationen und Kontakt
Für weiterführende Informationen stehen die offiziellen Informationsquellen der Polizei zur Verfügung.
Bundespolizei Offizielle Webseite der Polizei
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Die Bundespolizeiinspektion appelliert an die Bevölkerung, bei Hinweisen zu verdächtigen Situationen im Bahnverkehr aufmerksam zu sein und im Ernstfall umgehend die Behörden zu informieren.
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