Gefährliches Train-Surfen bei München und Augsburg

Jugendliche surfen lebensgefährlich auf Zügen zwischen München, Fürstenfeldbruck und Augsburg – Bundespolizei stellt mehrere Tatverdächtige und warnt eindringlich.

Von Redaktion2 Min. Lesezeit
Gefährliches Train-Surfen bei München und Augsburg

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In den Regionen rund um München, Fürstenfeldbruck und Augsburg kam es in den vergangenen Wochen wiederholt zu Vorfällen mit sogenannten "Train-Surfern". Jugendliche haben dabei versucht, auf fahrenden Zügen mitzufahren – ein lebensgefährlicher Trend, der nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch den Bahnverkehr beeinträchtigt.

Train-Surfen zwischen Augsburg und München: Bundespolizei greift ein

Am Sonntagmorgen, dem 27. Juli, gelang es der Bundespolizei bei Mammendorf, mehrere Jugendliche zu stellen, die auf der Kupplung eines Schnellzugs mitfuhren. Dank einer aufmerksamen Zeugin konnte der Zug am Bahnhof rechtzeitig gestoppt werden. Während zwei Jugendliche zunächst zu fliehen versuchten, gelang es den Einsatzkräften, alle Beteiligten zu stellen. Sie wurden unversehrt an ihre Eltern übergeben. Einer der Jugendlichen hatte sich zwischenzeitlich ein Fahrrad zur Flucht entwendet.

Gefahren und polizeiliche Maßnahmen

Videoaufnahmen belegten das gefährliche Verhalten: Mehrere junge Männer fuhren außen auf einem abfahrenden Zug mit. Die Situation verschärfte sich, als bei der Flucht ein Jugendlicher nicht sofort lokalisiert werden konnte. Trotz widriger Wetterbedingungen, die den Einsatz von Hubschraubern verhinderten, wurde mithilfe von Drohnen nach den Jugendlichen gesucht. Schließlich stellte sich heraus, dass ein 14-jähriger "Train-Surfer" das Bahnhofsgelände verlassen und sich nach Hause begeben hatte. Die Beamten trafen ihn an seiner Augsburger Wohnanschrift an.

Wiederholungsfälle und bundesweite Warnung

Die Bundespolizei schließt nicht aus, dass dieselben Jugendlichen auch für weitere Fälle verantwortlich sind. So wurden ähnliche Vorfälle bereits am 17. Mai auf der Strecke zwischen Kalchreuth und Heroldsberg sowie am 27. April auf dem Weg nach Augsburg dokumentiert – darunter eine gefährliche Mitfahrt auf einem ICE mit Tempo 280 km/h.

Konsequenzen und Kosten

Für die festgenommenen Jugendlichen und deren Eltern drohen erhebliche Kostenbescheide seitens der Deutschen Bahn und Feuerwehr. Darüber hinaus sind solche Aktionen strafbar und führen zu weiteren Konsequenzen wie Ermittlungen und möglichen Bußgeldern.

Lebensgefahr und gesellschaftliche Auswirkungen

Die Bundespolizei warnt ausdrücklich vor den Gefahren des "Train-Surfens". Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, Verletzungen oder gar Todesfällen. Besonders riskant ist nicht nur das Fahren auf Fahrzeugteilen außerhalb der Züge, sondern auch das Hinauslehnen aus geöffneten Fenstern. Außerdem verursachen solche Vorfälle Streckensperrungen und Zugverspätungen, was den gesamten Bahnverkehr beeinträchtigt.

Appell der Bundespolizei und Zuständigkeit

Die Bundespolizei bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit: Es soll darauf geachtet werden, ob sich "Train-Surfer" in der Nähe von Gleisen oder Bahnanlagen aufhalten und ob Personen dort verletzt sind. Die Bundespolizeiinspektion München ist für den Schutz und die Strafverfolgung im Bereich der Bahnanlagen des S-Bahnnetzes mit 210 Stationen und 440 Streckenkilometern verantwortlich. Ihr Zuständigkeitsbereich umfasst auch zahlreiche Landkreise und große Bahnhöfe in Bayern.

Der Trend des "Train-Surfens" bleibt ein gefährliches Phänomen, das neben persönlicher Lebensgefahr auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen hat. Die Behörden reagieren mit konsequenten Maßnahmen und appellieren an Vernunft und Verantwortung – zum Schutz aller Bahnreisenden.

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