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Grenzkontrollen in Südostbayern: 17 unerlaubte Einreisen entdeckt

Bundespolizeiinspektion Freilassing meldet 37 Fahndungstreffer und verstärkte Ermittlungen bei Urkundenfälschung und Drogenverstößen

Von Redaktion

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Die Bundespolizeiinspektion Freilassing verzeichnete zwischen dem 16. und 19. Januar eine erhöhte Zahl an grenzpolizeilichen Vorfällen im südostbayerischen Raum. Laut Mitteilung der Bundespolizeidirektion München wurden in diesem Zeitraum insgesamt 17 unerlaubte Einreisen registriert und 37 Fahndungstreffer erzielt, darunter auch vier Haftbefehle. Bemerkenswert ist zudem die Zunahme von Delikten wie Urkundenfälschungen und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Erhöhte Kontrolldichte und Fahndungserfolge

Insbesondere das Wochenende brachte die Einsatzkräfte an verschiedenen Grenzabschnitten und Bahnhöfen sowie auf Autobahnen in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Altötting zum Einsatz. Schon am Freitag, dem 16. Januar, wurden 24 Fälle festgestellt; darunter eine Ausschreibung zur Strafvollstreckung im Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelgesetz. Die verhängte Geldstrafe konnte noch am selben Tag beglichen werden.

Schwerpunkt: Urkundenfälschung und Waffenbesitz

Am Samstagabend kontrollierten die Beamtinnen und Beamten einen 40-jährigen österreichischen Staatsbürger, der mit auffälligem Reisepass unterwegs war. Einzelne Seiten waren entfernt und die Innenseite des Einbandes war offenbar eigenhändig beschrieben. Zusätzlich wurde in seinem Gepäck ein Butterflymesser gefunden, dessen Besitz in Deutschland verboten ist. Aufgrund dieser Tatsachen bestand der Verdacht eines Urkundendelikts sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Nach Abschluss der Maßnahmen durfte der Mann seine Reise fortsetzen.

Verdacht auf unerlaubte Einreise und Arbeitsaufnahme

Der Sonntag brachte weitere Feststellungen: In einem Einreisezug am Bahnhof kontrollierten die Einsatzkräfte einen 54-jährigen algerischen Staatsangehörigen. Trotz wiederholter Aufforderung legte er ausschließlich eine italienische Identitätskarte mit mehreren Unregelmäßigkeiten vor. Im Zuge der Vernehmung gestand der Mann schließlich die unerlaubte Einreise.

Nur wenige Stunden später geriet ein 51-jähriger bosnisch-herzegowinischer Staatsangehöriger ins Visier der Polizei, als er in einem Reisebus kontrolliert wurde. Zwar konnte er einen Reisepass und Firmendokumente vorlegen, aber keine weiteren geforderten Dokumente. Im Gespräch erklärte er, einen Arbeitsvertrag von Dritten erhalten zu haben, um seine Einreise zu erleichtern. Nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wurde er nach Österreich zurückgewiesen.

Fahndungserfolg nach Haftbefehl

Im Rahmen einer Kontrolle auf der A8 wurde ein 57-jähriger bulgarischer Staatsangehöriger überprüft. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankenthal (Pfalz) wegen Urkundenfälschung vor. Da die geforderte Geldstrafe nicht bezahlt werden konnte, wurde der Mann in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert und muss nun eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten.

Bundespolizeiinspektion Freilassing – Zuständigkeitsbereich und Struktur

Die Bundespolizeiinspektion Freilassing sichert die Grenzregion in Südostbayern. Zum Zuständigkeitsbereich gehören:

  • 21 Grenzübergänge mit rund 225 Kilometern Gesamtlänge
  • 72 Bahnhöfe und Haltepunkte in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Altötting
  • Knapp 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Standorte: Freilassing (Inspektionssitz) und Bundespolizeirevier Mühldorf am Inn
  • Die aktuellen Kontrollen zeigen, wie vielschichtig und herausfordernd die Arbeit an den Grenzen weiterhin bleibt. Insbesondere die Kombination aus klassischen Delikten wie Urkundenfälschung und zeitgleich auftretenden Drogendelikten erfordert besondere Aufmerksamkeit und Flexibilität der Einsatzkräfte.

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