Zwei Polizeieinsätze im Zugverkehr
Rund um Freilassing und Bischofswiesen stehen Vorwürfe von Bedrohung, Körperverletzung und Sachbeschädigung im Raum

Im Bahnverkehr rund um Freilassing und Bischofswiesen ist es am Wochenende vom 25. und 26. April zu zwei Polizeieinsätzen der Bundespolizei gekommen. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe von Bedrohung, Beleidigung, Körperverletzung und weiteren Delikten.
Vorfall im Zug bei Berchtesgaden am Sonntagvormittag
Am Sonntagvormittag, 26. April, gegen 09:10 Uhr, befand sich ein 23-jähriger rumänischer Staatsangehöriger ohne gültigen Fahrausweis in einem Zug von Berchtesgaden. Nachdem er aufgefordert worden war, den Zug zu verlassen, soll er unmittelbar wieder umgedreht und die Zugbegleiterin beleidigt, bedroht sowie in ihre Richtung gespuckt haben.
Wenig später konnte der Mann am Bahnhof von einer Streife festgestellt und identifiziert werden. Gegen ihn wird nun wegen Bedrohung und Erschleichens von Leistungen ermittelt.
Gewalttätiger Vorfall in Regionalzug bei Bischofswiesen am Samstagabend
Bereits am Samstagabend, 25. April, gegen 20:30 Uhr, soll es in einem Regionalzug bei Bischofswiesen zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen habe ein 27-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger einen anderen Mann mit Fäusten geschlagen und anschließend gegen den Kopf getreten.
Ein 29-jähriger Fahrgast versuchte, die beiden Personen zu trennen, konnte die Eskalation aber nicht stoppen. Die Auseinandersetzung verlagerte sich im weiteren Verlauf auf den Bahnsteig. Dort wurde außerdem die Glasscheibe einer Anzeigetafel erheblich beschädigt.
Weitere Vorwürfe gegen den 27-Jährigen
Nach Angaben des Zugbegleiters soll der Tatverdächtige im Zug mehrfach exhibitionistische Handlungen begangen haben. Diese habe er dann nach Eintreffen der Polizeibeamten der Landespolizei fortgesetzt. Während der polizeilichen Maßnahmen zeigte sich der 27-Jährige durchgehend aggressiv, bespuckte und beleidigte einen Bundespolizisten.
Ein bei dem Mann durchgeführter Atemalkoholtest verlief negativ.
Ermittlungen wegen mehrerer Delikte
Der 27-Jährige muss sich nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie exhibitionistischer Handlungen verantworten.
Die beiden Fälle zeigen, mit welchen Belastungen das Zugpersonal und Reisende im Bahnverkehr konfrontiert sein können. Die Bundespolizei ermittelt in beiden Vorfällen weiter.
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