Niedermaier besucht Unternehmen der Automobilbranche in Bamberg

Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier besuchte Bosch, Brose, SteelCo.Tech und Auto-Scholz, um die Zukunft der Automobilbranche in Bamberg zu stärken.

Von Redaktion Bamberg3 Min. Lesezeit
1 Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier (r.) lässt sich von Geschäftsführer Stefan Pickel erklären, welche Komponenten die SteelCo.Tech Bamberg GmbH herstellt und wie sich das Unternehmen entwickelt. /

© Stadt Bamberg

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Die Stadtspitze setzt einen Schwerpunkt auf die Zukunft der Automobilbranche in Bamberg. Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier hat dazu Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen besucht – von der Zulieferindustrie bis zum Automobilhandel. Hintergrund ist der tiefgreifende Wandel der Branche, von der in Bamberg nach Angaben der Stadt über 20.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt abhängen.

Niedermaier erklärte: „Die Herausforderungen in der Branche sind groß, doch ich bin überzeugt, dass wir sie gemeinsam als Region meistern können, wenn wir unsere Kräfte bündeln.“ Zugleich verwies er auf die industrielle Basis des Standorts und kündigte an, den Transformationsprozess aktiv begleiten zu wollen. Besonders wichtig sei ihm, die Vernetzung in der Region zu verbessern und Zukunftsthemen wie Physical AI voranzubringen.

Austausch mit großen Arbeitgebern der Region

Besucht hat der Oberbürgermeister unter anderem Bosch und Brose. Dabei informierte er sich über die aktuellen Herausforderungen in den Unternehmen. Gemeinsam mit Landrat Johannes Maciejonczyk sei vereinbart worden, den regelmäßigen Austausch und das Netzwerk mit der Universität, weiteren Forschungseinrichtungen, den Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis sowie der Politik zu stärken. Ziel ist es nach Angaben der Stadt, die Innovations- und Zukunftsfähigkeit der Unternehmen in der Region zu sichern.

Zum Antrittsbesuch im Bamberger Bosch-Werk kam Niedermaier gemeinsam mit Wirtschaftsreferent Dr. Stefan Goller. Auf dem Programm standen eine Vorstellung des Werks, ein Überblick über die Herausforderungen der Transformation sowie Einblicke in die Fertigung von Zündkerzen und Dieseleinspritzsystemen. Auch die Wasserstoff-Landschaft des Standorts wurde vorgestellt. Nach Darstellung der Stadt ging es dabei um technologische Kompetenzen, innovative Produkte und mögliche gemeinsame Initiativen.

SteelCo.Tech erweitert den Standort

Ein deutliches Investitionssignal kommt nach Angaben der Stadt von der SteelCo.Tech Bamberg GmbH. Das Unternehmen stellt hochpräzise Metallteile her, unter anderem für Airbags, ABS-Sensoren, Elektromotoren und intelligente Türsysteme.

Bei einem Rundgang durch Produktion und Werkzeugbau sprachen Niedermaier und Ruth Vollmar von der Wirtschaftsförderung mit Geschäftsführer Stefan Pickel und Werkleiter Matthias Czech über die Entwicklung des Unternehmens, die Lage produzierender Betriebe und die Perspektiven in Bamberg. Am Standort sind derzeit rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Ein wesentlicher Teil der Produktion entfällt weiterhin auf die Automobilindustrie. Zugleich hat sich das Unternehmen breiter aufgestellt: Rund 30 Prozent der Aufträge stammen inzwischen aus anderen Branchen, etwa aus den Bereichen Gebäudesicherheit und intelligente Türsysteme.

Nach Angaben der Stadt wurde der Mietvertrag für das Werk vorzeitig und langfristig verlängert. Rund 1,5 Millionen Euro investiert das Unternehmen demnach in eine Flächenerweiterung und die Modernisierung der Produktion. Auch personell soll der Standort aufgestockt werden.

Niedermaier sagte dazu: „Unternehmen wie SteelCo.Tech Bamberg GmbH stehen für industrielle Kompetenz, qualifizierte Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Bamberg. Die Investitionen und langfristigen Planungen sind gerade in einer Phase des wirtschaftlichen und technologischen Wandels ein wichtiges Signal. Als Stadt wollen wir unseren Beitrag leisten, dass Firmen hier gute Entwicklungsperspektiven haben.“

Auch der Automobilhandel im Blick

Ein weiterer Besuch führte den Oberbürgermeister gemeinsam mit Ruth Vollmar zur Auto-Scholz GmbH & Co. KG. Mit Inhaber und Geschäftsführer Michael Eidenmüller sprach er darüber, welche Themen den Automobilhandel derzeit bewegen und welche Rolle die Stadt Bamberg dabei spielen kann.

Nach Angaben der Stadt will sich Niedermaier dafür einsetzen, dass sich das Unternehmen am Standort weiter positiv entwickeln kann. Seit 2024 baut die Auto-Scholz-Gruppe das Porsche Zentrum Bamberg an der Kärntenstraße für einen zweistelligen Millionenbetrag zur modernen „Destination Porsche“ um.

Die Unternehmensgruppe ist laut Mitteilung mit 22 Autohäusern an 15 Standorten vertreten. In ihrer 130-jährigen Geschichte sei sie als weltweit zweitältester Mercedes-Händler zu einem „Big Player“ der Branche geworden.

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