Bundespolizei meldet zwei Vorfälle am Oktoberfest

Bundespolizei ermittelt nach Vorfällen beim Oktoberfest: Jugendliche mit Anscheinswaffen an der Hackerbrücke, Streit mit Schlägen in der S-Bahn.

Von Herold Team2 Min. Lesezeit
Bundespolizei meldet zwei Vorfälle am Oktoberfest

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Die Bundespolizei München hat am Wochenende im Rahmen des Oktoberfests zwei Vorfälle gemeldet. Am Samstagabend (26. September) kontrollierten Einsatzkräfte an der Hackerbrücke zwei Jugendliche mit Anscheinswaffen. In der Nacht auf Sonntag (27. September) gerieten zudem zwei Personengruppen in einer S-Bahn auf dem Heimweg vom Oktoberfest aneinander. In beiden Fällen wurden Ermittlungen eingeleitet.

Jugendliche mit Anscheinswaffen an der Hackerbrücke

Gegen 17:45 Uhr wurden Bundespolizisten im Einsatz an der Hackerbrücke von Reisenden auf zwei Jugendliche aufmerksam gemacht, die jeweils eine Waffe mit sich führen sollten. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten bei den beiden ukrainischen Staatsangehörigen im Alter von 15 und 16 Jahren zwei Anscheinswaffen fest. Der 15-Jährige trug seine im Hosenbund, der 16-Jährige hielt seine in der Hand.

Nach aktuellem Ermittlungsstand kam es zu keinen Bedrohungen gegenüber Reisenden. Nach Angaben der Bundespolizei verstießen die beiden Jugendlichen aus dem Landkreis Ebersberg jedoch gegen die während des Oktoberfests geltende Allgemeinverfügung. Die Beamten stellten die Anscheinswaffen sicher, drohten ein Zwangsgeld an und informierten die Erziehungsberechtigten.

Für die 16 Festtage gilt eine Allgemeinverfügung der Bundespolizeidirektion München. Sie untersagt das Mitführen von gefährlichen Gegenständen, Waffen sowie Messern aller Art im Münchner Haupt- und Ostbahnhof sowie am S-Bahn-Haltepunkt Hackerbrücke. Weitere Informationen stellt die Bundespolizei unter diesem Link bereit.

Körperliche Auseinandersetzung in der S-Bahn

In der Nacht auf Sonntag gerieten gegen 1 Uhr zwei Personengruppen in einer in Richtung Aying verkehrenden S-Bahn ab dem Haltepunkt Neuperlach in einen lautstarken Streit. Weswegen die beiden slowakischen Staatsangehörigen im Alter von 42 und 49 Jahren mit den beiden Deutschen im Alter von 20 und 23 Jahren zunächst verbal aneinandergerieten, ist bislang nicht bekannt.

Im weiteren Verlauf sollen die beiden Slowaken ihre Kontrahenten angegriffen und ins Gesicht geschlagen haben. Anschließend kam es zwischen dem 23-Jährigen und den beiden Slowaken zu einer gegenseitigen körperlichen Auseinandersetzung. Die Personengruppen stiegen am Haltepunkt Höhenkirchen-Siegertsbrunn gemeinsam aus. Dort trennten Einsatzkräfte der Polizeiinspektion 28 die Gruppen voneinander und übergaben sie anschließend einer Streife der Bundespolizei.

Bei dem 23-Jährigen aus dem Landkreis München riss infolge der Auseinandersetzung die Trachtenweste. Alle Beteiligten erlitten leichte Verletzungen. Der 20-Jährige aus dem Landkreis München musste vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt werden. Die anderen drei Personen benötigten keine medizinische Versorgung.

Freiwillige Atemalkoholtests ergaben 1,8 Promille beim 42-Jährigen, 2,86 Promille beim 49-Jährigen und beim 20-Jährigen sowie 1,06 Promille beim 23-Jährigen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften die vier Männer ihre Heimreise fortsetzen.

Die Bundespolizei ermittelt gegen die slowakischen Staatsangehörigen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Der 23-jährige Deutsche muss sich wegen des Verdachts der Körperverletzung verantworten.

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